Warum hat mein WLAN‑Client lediglich eine Verbindung mit 72 MBit oder 150 MBit, obwohl 150 Mbit oder 300 MBit möglich wären?

Der 802.11n Standard schreibt vor, dass eine 2,4 GHz Wireless N Funkzelle mit nur einen Kanal funken darf, wenn der zweite Kanal durch andere Funkzellen belegt ist, um so Störungen des eigenen und des anderen WLANs möglichst zu vermeiden.

Die Kanalbandbreite kann im Router entweder von Vornherein fest auf 20 MHz voreingestellt sein, oder sie ist auf "Auto 20/40 MHz" eingestellt und das "HT 20/40 MHz Co-Existence" ist aktiviert. Dieses schaltet die Kanalbandbreite automatisch auf 20 MHz, wenn der zweite Kanal durch andere Funkzellen belegt ist.
Beides entspricht dem 802.11n Standard.

Dadurch bekommen Wireless N "lite" Clients bei einer eigentlichen 150 MBit Verbindung allerdings einen 72 MBit Link.
Zum Beispiel eine WLAN-Verbindung mit dem D-Link Router DIR-600.

Ein Wireless N Client bekommt statt einer 300 MBit Verbindung dadurch einen 144 oder 150 MBit Link.

Die meisten D-Link Wireless N Router bieten die Möglichkeit das "HT 20/40 MHz Co-Existence" abzuschalten, um so einen vollen Link zu ermöglichen.
Dies ist in der Regel in der Konfigurationsoberfläche des Routers in den "Erweiterten Drahtloseinstellungen" zu finden.

Beachten Sie dabei bitte die erwähnten möglichen Störungen anderer WLAN Funkzellen und auch die mögliche Störung Ihres eigenen WLANs. Denn ist einer der beiden genutzten Kanäle gestört, hat das negative Auswirkung auf den Datendurchsatz, die Reichweite und/oder die Stabilität der WLAN-Verbindung.

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