Die Digitalisierung finanzieren

Förderprogramme für den Mittelstand im Überblick

Viele Unternehmen fragen sich aktuell, wie sie die Digitalisierung finanzieren sollen? Klar ist: Wem die digitale Transformation nicht gelingt, dem droht Gefahr, abgehängt zu werden. Ein Blick in die deutsche Unternehmenslandschaft zeigt ein gemischtes Bild: So verrät der aktuelle Digitalisierungsbericht 2020 der KfW, dass die Schere zwischen Vorreitern der Digitalisierung und Firmen, die bei der digitalen Transformationen auf die Bremse treten müssen, wächst. Ein Drittel der hierzulande ansässigen kleinen und mittelständischen Unternehmen waren demnach gezwungen, ihre Digitalisierungsvorhaben vorerst auszusetzen. Ihnen gegenüber steht ein weiteres Drittel, das die digitale Transformation vorantreibt und digitale Technologien sowie Anwendungen zur Bewältigung der Krise nutzt. Dieser Beitrag soll Unternehmen aus dem Mittelstand Orientierung bieten, die sich nach Förderprogrammen für die Digitalisierung umsehen.

Was ist förderfähig?

Um den deutschen Mittelstand schnell fit zu machen für den globalen Wettbewerb, stehen eine Reihe staatlicher Fördermittel zur Verfügung, die Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützen. Das können ganz praktische Vorhaben sein, wie die Modernisierung des Netzwerks im Unternehmen mittels WiFi-6-fähiger Switches, Router und Access Points. Denkbar sind auch Investitionen in das Cloud-basierte Netzwerkmanagement oder gar die Erweiterung des eigenen Business durch neue Services, beispielsweise als Managed Service Provider. Welche Ausgaben förderfähig sind, hängt von den jeweiligen Fördermitteln ab: So können externe Berater- und IT-Leistungen, Software- und Hardware-Upgrades oder Personalausgaben, etwa für Weiterbildungsmaßnahmen, finanziert werden. Unterschieden wird zudem zwischen Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen und Krediten – bei letzteren ist die Verwendung flexibler.

Digital Jetzt: Fördermittel zur digitalen Transformation auch für freie Berufe

Das Programm Digital Jetzt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, inklusive Handwerksbetriebe und freie Berufe, bis zu einer Höhe von 50.000 Euro bei Investitionen in digitale Technologien, wie beispielsweise beim Aufbau von datengetriebenen Geschäftsmodellen, Systemen mit Künstlicher Intelligenz (KI), Anwendungen aus der Cloud oder Big Data. Zu den förderfähigen Ausgaben zählen zudem die Weiterbildung der Beschäftigten zu Digitalthemen – unter anderem die Qualifizierung im Hinblick auf die Erarbeitung und Umsetzung einer Digitalstrategie oder Fortbildungen zu IT-Sicherheit, Datenschutz oder dem digitalen Arbeiten.

Das gilt es zu beachten:

  • Digital jetzt ist geeignet für Unternehmen mit 3 bis 499 Beschäftigten und einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland, in der die Investition erfolgt.
  • Unternehmen müssen einen Digitalisierungsplan vorlegen, der unter anderem das gesamte Digitalisierungsvorhaben beschreibt.
  • Das Vorhaben darf zum Zeitpunkt der Förderbewilligung noch nicht begonnen haben.
  • Die verfügbaren Kontingente für die Antragstellung werden seit Januar 2021 in monatlich durchgeführten, softwaregestützten Losverfahren vergeben

Weitere Informationen: https://www.digitaljetzt-portal.de/

go-digital: Antragstellung über autorisierte Beratungsunternehmen

Für kleinere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft oder auch Handwerksbetriebe ist das Programm go-digital des BMWi geeignet. Unternehmen, die die Digitalisierung oder eine digitale Transformation umsetzen möchten, können hierbei zwischen drei Modulen wählen: „Digitalisierte Geschäftsprozesse”, „Digitale Markterschließung” oder „IT-Sicherheit”. Ein zertifiziertes Beratungsunternehmen steht Interessenten für die Planung, Beantragung und Umsetzung des Projekts als Partner zur Seite.

go-digital ist geeignet für Unternehmen mit:

  • einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland
  • weniger als 100 Beschäftigten
  • einem Jahresumsatz oder einer Jahresbilanzsumme des Vorjahres von höchstens 20 Mio. Euro
  • einer Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung*

* Die De-minimis-Verordnung reglementiert die Unterstützung von Unternehmen mit öffentlichen Mitteln gemäß des europäischen Wettbewerbsrechts. Demnach darf der Gesamtbetrag der gewährten Fördermittel bzw. Beihilfen innerhalb eines fließenden Zeitraums von drei Steuerjahren maximal 200.000 Euro betragen.

Darlehen der KfW für den Netzwerkausbau

Eine Alternative ist der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Form eines Darlehens von 25.000 Euro bis zu 25 Mio. Euro bei Digitalisierungsvorhaben, unter anderem in den Bereichen Industrie 4.0, IT-Sicherheit und Datenschutz, digitale Plattformen und auch beim Ausbau innerbetrieblicher IT-Infrastrukturen (Breitbandnetze) für eine höhere Datenübertragungsrate im Unternehmen.

Wichtig für Interessenten:

  • Unternehmen dürfen maximal 250 Beschäftigte haben und müssen mindestens zwei Jahre auf dem Markt sein.
  • Der Jahresumsatz darf maximal 50 Mio. Euro und die Jahresbilanzsumme höchstens 43 Mio. Euro betragen.
  • Die Förderung erfolgt über einen Finanzierungspartner (Bank, Versicherung, Finanzvermittler).

Regionale Förderprogramme für den digitalen Wandel

Neben den Fördertöpfen des Bundes gibt es auch etliche regionale Programme, die vor allem Unternehmen aus dem Mittelstand bei der Umsetzung der digitalen Transformation unterstützen.

Das richtige Netzwerk für die Digitalisierung

Welche Fördermittel sich am besten eignen, hängt von vielen Faktoren ab – von der Größe des Unternehmens, über die finanziellen Mittel bis hin zum Digitalisierungsvorhaben. Daher gilt es, im Vorfeld genau abzustecken, was mit der Digitalisierung erreicht werden soll. Welche Ressourcen werden benötigt? Sind die IT-Infrastruktur und das  Netzwerk im Unternehmen den neuen Anforderungen gewachsen? Unterstützung bei der Feststellung des Reifegrades und der Erstellung eines solchen Fahrplans zur Transformation, erhalten Unternehmen auch bei den 26 Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren, die Teil des Förderschwerpunkts Mittelstand-Digital des BMWi sind.

Mit D-Link die digitale Transformation anpacken

Beim Thema Digitalisierung steht D-Link seinen Kunden als zuverlässiger Partner zur Seite. Ob Start-up, KMU oder Handwerk: Mit den D-Link Switches, Routern oder Access Points greifen Unternehmen auf ein breites Angebot an Netzwerkgeräten zurück, mit denen sie ihre IT-Infrastruktur an neue Herausforderungen anpassen können. Welche Geräte bei der Neuausrichtung des Netzwerks sinnvoll sind, zeigt sich mit einer dedizierten Netzwerkplanung und einer individuellen WLAN-Ausleuchtung. Basierend auf den Anforderungen, die Unternehmen an ihr Netzwerk stellen, lässt sich ermitteln, wo und wie viele Access Points im Gebäude platziert werden müssen. Hier liefert D-Link kostenfrei Unterstützung.

In Zeiten von Home-Office und zunehmendem mobilen Arbeiten, profitieren IT-Verantwortliche zudem von dem flexiblen Management des Netzwerks aus der Cloud mit Nuclias. Die Lösung zeichnet sich vor allem durch ihre hohe Skalierbarkeit aus und eignet sich sowohl für kleine Unternehmen mit einigen wenigen Mitarbeitern, als auch mittelständische Unternehmen mit einem größeren Netzwerk. Ein besonderer Vorteil: Sollte ein Unternehmen wachsen oder sein Netzwerk verkleinern müssen, passt sich Nuclias flexibel an den aktuellen Bedarf an. Dies gibt Unternehmen Freiraum beim Tempo der Umsetzung der Digitalisierung.


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Gunter Thiel 

Gunter Thiel
Country Manager DACH & Benelux bei der D-Link (Deutschland) GmbH